Rente mit 67

Letztens bekam ich Post vom Verband Deutscher Rentenversicherungsträger, darin stand das Datum meines Renteneintritts. Das Jahr ist 2034 und da bin ich 67 Jahre alt. Also ganz schön alt. In meiner Berufszeit habe ich nur wenige Kollegen gesehen, die bis zum Rentenalter durchgehalten haben und die sind bereits mit 60 oder 63 Jahren in Rente gegangen.

Daraufhin habe ich mal ein bisschen rum gesponnen: ich habe mir vorgestellt, wie es ist, wenn ich mit 67 Jahren über Station schleiche. Nun stellt euch mal vor ihr seit 30 Jahre alt und da kommt eine Krankenschwester auf euch zu, die euch die Schuhe zubinden will. Sie ist kurz vor der Rente und schon ziemlich mitgenommen. Ganz schlecht kommt sie zu euren Füßen nach unten, um euch die Schuhe zu zubinden und das Hochkommen fällt ihr extrem schwer. Eigentlich will man der Schwester, bei aufstehen helfen und das als Patient! Das ist jetzt an sich eine Aufgabe, die nicht schwer ist und auch nicht lebensnotwendig. aber stellt euch mal die Extremsituation vor, ein Herzstillstand und die alte Schwester hat Dienst mit 2 Kollegen. Die beiden Kollegen sind gerade eine OP abholen und so ist die “alte” Schwester allein. Sie “rennt” über Station um den Notfallkoffer zu holen. Überlegt mal, wie eine 67 jährige Person läuft. Es würden wertvolle Minuten verloren gehen.  Also irgendiwe eine ganze blöde Situation, aber die Regierung will das ja so.

Manchmal sehe ich mich mit dem Rollator über Station wackeln. Vorne in meinem Körbchen habe ich ein paar Spritzen liegen und mein Desinfektionszeug. Auf der Ablageplatte liegen die Kurvenblätter und dann komm ich ins Zimmer zum Verband wechseln. Ganz schön paradox, oder?

Es gibt noch einige Berufsgruppen, wo ich fest der Meinung bin, das das Rentenalter viel zu hoch angesetzt ist.

Die Politiker, die das entschieden haben, können selbst viel früher in Pension gehen, obwohl ich der Meinung bin, dass  die auch bis  70 arbeiten können. Aber die Vorstellung ist auch nicht gut, da ich einige Politiker, die um  die 30 sind auch schon nicht mehr ertragen kann.

Vielleicht sollten die Damen und Herren Politiker mal überlegen, einige Berufsgruppen differenzierter zu betrachten. Eine Anpassung des Renteneintrittsalters nach unten ist in einigen Berufen sicherlich angebracht.

Schichtdienst, Streik und Freizeit

Schichtdienst, das bedeutet man geht arbeiten, wenn andere Menschen frei haben oder Feierabend. Oft sehen die anderen Menschen nur das man mal wieder frei hat, leider sieht niemand das man jedes zweite Wochenende Dienst hat. Schichtdienst ist schlecht bezahlt und absolut Beziehungs- und Familienfeindlich.

Schichtdienst bedeutet man geht an Feiertagen, am Wochenende arbeiten und oft auch nachts. In wenigen Berufen muss man einspringen, wenn jemand krank ist.  Plötzlich hat man nicht nur zwei Nächte sondern vier. Der Urlaub wird kurzer Hand gestrichen. Natürlich kann man auch Nein sagen, aber das tut man seinen Kollegen selten an, denn auch  auch die Kollegen sind schon am Limit ihrer Kraft.

Wenn ich dann lese, dass die Kirche den Sonntag als arbeitsfrei wünscht, frage ich mich, wie das wohl gehen soll. Klar muss man am Sonntag nicht unbedingt einkaufen gehen, aber wo bleibt da die Gerechtigkeit. Natürlich habe ich gewusst als ich den Beruf als Krankenschwester erlernt habe, dass ich am Wochenende arbeiten muss und auch an Feiertagen. Aber manchmal ist ein Punkt erreicht und da nervt es einfach. Bei mir ist er zu Zeit erreicht nach 26 Jahren im Schichtdienst.

Wenn ich Pech habe mit meinem Dienst kann es passieren, dass ich meinen Sohn 1,5 Tage nur schlafend antreffe. Wenn ich frei habe sitzt er in der Schule. Wenn ich zum Dienst gehe, ist er noch in der Schule, wenn ich dann nach dem Spätdienst nach Hause komme schläft er und wenn ich zum Frühdienst gehe, dann schläft er noch. Beim Nachtdienst trifft es dann meinen Mann: wenn ich nach Hause komme, geht er zur Arbeit und wenn er wiederkommt, fahre ich zum Dienst. Solche Schichten stellen eine Beziehung auf eine harte Probe und das geht nur, wenn man sich wirklich sehr gut versteht und liebt. Danke an meinen Mann und meinen Sohn, dass sie es schon so lange mitmachen!

Wenn ich jetzt sehe, dass die Bahnmitarbeiter streiken, kann ich sie gut verstehen und erkläre mich absolut solidarisch. Jeder der nicht im Schichtdienst arbeitet wird es nicht verstehen. Auch die Lokführer arbeiten nachts,  am Wochenende und auch an Feiertagen und auch sie werden schlecht bezahlt. Und bevor jetzt jemand meckert: die Bahnstreiks treffen uns auch persönlich. Ich kann auch die Müllabfuhr,  die Busfahrer und andere Berufe, die im öffentlichen Dienst arbeiten verstehen, wenn sie streiken. Natürlich geht es ihnen um eine bessere Bezahlung. So toll sind die Gehälter für diese Berufsgruppen nicht und sie müssen hart für ihr Geld arbeiten. Zudem arbeiten sie/wir zu Zeiten, an denen andere Menschen auf dem Sofa sitzen oder im Bett liegen und schlafen.

Denkt mal drüber nach. Und wenn ihr seht, dass ich “schon wieder” frei habe, macht Euch bewusst, das meine Wochenende im Dienst auf Station stattfindet, oder zu Zeiten, an denen ihr eure Freizeit mit Familie oder Freunden genießt.

Winter: damals und heute

In meinen 43 Jahren habe ich schon viele Winter erlebt. Es gab milde und harte Winter, allerdings auch welche die nur Winter hießen, obwohl es keine waren.

Im Winter 1978/79 war ich 12 Jahre. Zwischen den Tagen bin ich nach Frankfurt geflogen und bekam den ersten

Schneesturm gar nicht mit. Klar habe ich mit meinen Eltern telefoniert aber live dabei war ich nicht. Da ich aber im Januar wieder zurück nach Hamburg  musste, erlebte ich die Katastrophe dann doch mit. Ich weiß noch: meinen Flug der eigentlich am 2.1. gebucht war, konnte ich nicht wahrnehmen. So blieb ich länger in Frankfurt, mir ging es nicht gut, mit meinem Asthma vertrug ich die Luft in Frankfurt nicht gut und ich brauchte viele Medikamente.

Sobald der Flughafen wieder frei war, flog ich nach Hamburg zurück. Der eigentliche Wahnsinn begann aber erst hier. Mein Vater holte mich ab und wir fuhren mit der Bahn nach Schleswig. Die Diesellok fuhr mit uns durch den Schnee. Bis wir in Schleswig waren, hat es einiges an Zeit gedauert. In Schleswig angekommen ging es spannend weiter. Eigentlich herrschte ein Fahrverbot für Autos. Mein Vater hatte jedoch eine Genehmigung  mit dem Auto zu fahren. Allerdings durfte er nun aber nicht bis zum Schleswiger Bahnhof fahren. So parkte unser Auto im anderen Teil der Stadt, oben bei Real (für die, die Schleswig kennen.) Vom Real Parkplatz nach Füsing sind es einige Kilometer, so etwa 6 bis 8. Da an dem Tag Eisregen herrschte brauchten wir sehr lange. Nach vielen Stunden bin ich dann von Frankfurt zu Hause

angekommen.

Es war Wahnsinn: diese Schneemassen die wir in Füsing hatten. Meine Mutter erzählte mir das sie Schafe gerettet hatten, die auf den überfluteten Auwiesen standen. Sie hatten schon einige Häuser der Nachbarn vom Schnee befreit, so dass diese wieder zugänglich waren  und wie sich alle gegenseitig geholfen haben. Lebensmittel wurden geteilt. Strom hatten wir zum Glück. Die Schleidörferstrasse wurde  durch Panzer vom Schnee befreit. Diese waren damals noch ”auf “der Freiheit” stationiert. Jener  Winter war wirklich schlimm, vor allem weil der Schnee nochmal zurück kam.

Den zweiten Schneesturm erlebte ich dann live mit und es war wieder schlimm. Der Winter hatte auch tolle Seiten wir hatten eine Woche länger Weihnachtsferien und später hatten wir nochmal eine Woche schneefrei.  Vor allem erinnere ich mich an die Iglus, die wir in die Schneewehen gebaut haben. Man konnte in den Iglus stehen, weil die Schneeverwehungen so hoch waren. Das war für uns Kinder damals natürlich ein Riesenspass.

Später kamen auch noch harte Winter, aber so schlimm wie der, waren sie alle nicht. Hier oben in Angeln, Schwansen oder auch in Nordfriesland ist es jedoch schon immer anstregend, da wir meistens zum Schnee auch Sturm bekommen. Vor allem Oststurm ist immer nicht so gut. Wir haben hier viele freie Felder und nur wenige Hügelchen. Sobald es auch nur etwas schneit und wir Wind dazu bekommen, dauert es nie lange und die Strassen sind zu geweht. Vor allem die Strassen die von Nord nach Süd führen . So passiert es das unser Dorf ganz schnell nicht mehr zu erreichen ist.

Es gibt ja viele, die es albern finden, wenn die Kinder heute wegen etwas Schnee schulfrei bekommen. Ich befürworte es. Die Sicherheit der Kinder geht nun einfach einmal vor. Vor allem weil die Busgesellschaften hier bei uns nicht sehr verlässlich sind. Die Verkehrsbetriebe in Schleswig schaffen es nicht einmal, aktuell auf Ihrer Seite zu informieren.

Was mich allerdings sehr verwundert sind jetzt solche Meldungen wie: das Streusalz wird nicht reichen. Oder am schlimmsten: das Benzin wird knapp. Solche Meldungen sind Panik mache und dienen nur der Industrie.

Ach und übrigens: früher haben die Leute genauso viel, wie heute  über den Winter gejammert, aber da bekam man es nicht mit, weil es eben noch kein Internet, kein Twitter oder Facebook gab. Damals konnte man froh sein, wenn man ein Telefon hatte.

Tassimo T40 im Test

Am Freitag kam die Tassimo T 40 zum Testen. Ich hatte mich über Facebook am Jacobs-Kaffee Vielfalt Programm beworben. Beim Auspacken waren wir Drei sehr aufgeregt und neugierig. In dem super verpackten Paket war neben der Tassimo T 40, ein Paket Jacobs Krönung, ein Paket Caffe Crema XL und ein Paket Latte Macchiato. Ein Paket Milka Kakao haben wir mittags noch gekauft. So hatten wir am Wochenende genug Auswahl zum Testen.

Erstmal haben wir Platz in der Küche geschaffen und danach wurde die Beschreibung gelesen. Dann gab es  die erste Tasse Milka Kakao. Der schmeckte meinem Sohn super lecker, mein Mann testete einen Latte Macchiato und ich habe meinen Latte Macchiato mit Karamell Sirup etwas aufgebessert. Die Getränke und die Handhabung der Maschine sind sehr einfach und schnell zu erlernen.

Was mir nicht so gut gefällt ist die Lautstärke beim Starten der Tassimo und der Preis der verschiedenen Kaffee – und Milchspezialitäten. Zusätzlich gefällt mir nicht so gut das viel Kaffee oder Schokolade in den Discs bleibt.

Sehr schön finde ich das Design, die einfache Handhabung und den Geschmack der Sorten. Auch das Kronen sammeln finde ich sehr gut. Im Moment kann man bei Registrierung bei Jacobs Krönung noch 20€ bekommen, diese haben wir dann gleich in Kaffee umgesetzt.

Ich werde mir jetzt einen leckeren Milka Kakao machen und in aller Ruhe geniessen! Hhhmmmm!

Z.Zt behindert – Internationaler Tag der Behinderten

Bei meinem Unfall im Oktober habe ich mir 3 Außenbänder und 1 Innenband gerissen. Seitdem laufe ich mit Unterarmgehstützen herum. Autofahren ist mir unmöglich und so bin auf alle möglichen Menschen angewiesen. Das nervt. Für jemanden der sonst alles allein macht, ist das furchtbar anstrengend. Wenn man so durch die Gegend läuft stellt man fest, wie unhöflich viele Menschen einem Behinderten gegenüber sind. Ich finde dies einfach entsetzlich traurig.

Das erste Mal fiel es mir in Schleswig in einem Drogeriemarkt auf. Ich stand an der Seite und schaute mir die Waren im Regal an. Innerhalb kürzester Zeit sind mir 2 Leute in die Hacken getreten. Ich dachte das sei ein Versehen, aber es ging so weiter.

Vor ein paar Tagen war es besonders schlimm: mein Vater hatte mich abgeholt, damit wir einkaufen konnten. Wir sind ein ein großes Warenhaus gegangen. Da ich mit meinem Kram im Arm manchmal warten musste, bis mein Vater mit dem Einkaufswagen vorbei kam, habe ich da halt herum gestanden, auf die  Unterarmgehstützen aufgestützt. Häufig kamen dann solche Sprüche wie gehen sie doch mal schneller, machen sie mal Platz, lassen sie mich mal durch. Im übrigen war neben mir ja noch genügend Platz um vorbei zu kommen, da ich ja nun mal nicht Mitten im Gang rumstehe. Als wir mit dem Einkauf fertig waren, war ich schon ziemlich gereizt und sauer.

Aber der Tag war ja noch nicht vorbei. Vor der Apotheke stehend stellte ich fest,  dass die Türen nicht automatisch aufgehen, sondern dass man sie mit der Hand öffnen muss. Dummerweise kam auch niemand, um die Tür aufzuhalten. Beim Rausgehen konnte die Dame hinter dem Tresen plötzlich die Tür automatisch über einen Knopf öffnen. Warum nicht gleich beim Reingehen?

Zum Glück bin ich jung und bekomme das alles hin und habe dann auch immer einen passenden Spruch auf Lager. Aber jemand der richtig behindert ist oder gar alt und behindert, der ist echt aufgeschmissen.

Vielleicht kann jeder sich mal an die Nase fassen und beim nächsten Einkauf einer alten Dame Platz machen, oder jemanden die Tür aufhalten der mit Gehstützen läuft oder einem Rollstuhl unterwegs ist. Vielleicht sollte man einen Schwerbehindertenparkplatz nicht einfach zu parken, selbst wenn es nur Minuten dauert. Vielleicht sollte man auch mal für einen alten Menschen aufstehen und ihm den Platz anbieten.

Aber auch bauliche Situationen in meiner Stadt sind oft nicht behinderten freundlich. Das ist schon traurig. Solche Dinge fallen einem sonst nie so richtig auf. Erst, wenn man selbst betroffen ist. In Zukunft werde ich mit offenen Augen durch die Gegend laufen und dem einen oder anderen Menschen helfen.

Heute ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung:

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung (auch: Internationaler Tag der Behinderten) ist ein von den Vereinten Nationen ausgerufener Gedenktag, der das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Probleme von Menschen mit Behinderung wachhalten und den Einsatz für die Würde, Rechte und das Wohlergehen dieser Menschen fördern soll.

Wichtig ist, dass den Menschen im Bewusstsein ist und auch bleibt, dass es Menschen gibt, die eben nicht so können, wie Menschen die keine Behinderung haben. Zudem gibt es auch Behinderungen, die man gar nicht sieht. Dennoch fällt es diesen Menschen schwer, sich in unserer Welt zurechtzufinden. Denkt nicht nur an die gehbehinderten Menschen, sondern auch an solche, die blind, taub (oder gar beides -wie schrecklich, wir kennen einen solchen älteren Herren), oder unter einer anderen schweren Krankheit leiden.

Solidarität mit Brustkrebs-Patienten – Rosa Schleife


Das Thema Brustkrebs ist für mich seit 2004 ein großes Thema. Schon vorher fand ich es sehr schlimm, habe mich aber nicht damit befasst. Im Oktober 2004 erkrankte meine Mutter daran. Seitdem befasse ich mich eingehender mit dem Thema. In meinem Umfeld sind mittlerweile viele Frauen an diesem Krebs erkrankt und leider auch einige daran gestorben.

Ich selbst bin gesund. Toitoitoi. Gehe regelmässig zur Mammographie und zum Gynäkologen, leider muß ich auch an andere Krebserkrankungen denken, da es in meiner Familie leider auch Lungenkrebs gibt und mein Onkel schon daran verstorben ist und meine Tante leider in diesem Jahr auch an Lungenkrebs verstorben ist.
Aber nun zurück zum Thema Brustkrebs. Als ich in der Hautklinik auf Sylt gelegen habe, saßen an meinem Tisch 3 Frauen, die gerade erfolgreich gegen den Brustkrebs angekämpft hatten. Frauen jeden Alters, eine war sogar noch jünger als ich es war. BrustOp, Bestrahlung und Chemo, alles hatten die 3 hinter sich gebracht und alle 3 waren unendlich fröhlich und gut drauf. Jedes neue Haar wurde gefeiert und die Perücken wurden irgendwann weggelassen. Es war eine interressante Zeit aber auch oft traurig. Es war auch spannend zu hören, dass bei allen Dreien unterschiedlich vorgegangen wurde. Bei der einen erst Chemo dann OP, bei der anderen erst Bestrahlung und Chemo dann OP. Bei der Dritten erst OP dann Chemo. Bei meiner Ma erst Probeentnahme des Tumores und leider danach Entfernung der Brust. Zum Glück war keine Chemo nötig. Bei ihr ist es alles gut gegangen und als sie mich nach einem Katalog fragte um nach einen neuen Badeanzug zu schauen wußte ich, sie schafft es. So geht jeder mit der Erkrankung anders um. Wir zu hause gehen damit sehr offen um.
Aber ich finde es immer wieder erschreckend, dass die gesetzlichen Krankenkassen erst ab 50 Jahren die Mammographie empfehlen. In meinem Umfeld sind die Frauen alle zwischen 30 und 5o Jahren alt, alle haben durch gute Selbstkontrolle die kleinen Veränderungen ihrer Brust  festgestellt und ihr Leben dadurch gerettet.
Also Mädels kontrolliert eure Brust regelmässig und besteht auf eine Mammographie, wenn ihr etwas spürt. Hier noch ein sehr witzig gemachtes Video zum Thema Brustkrebs und -Vorsorge. Eigentlich steht eine rosa Schleife stellvertretend als Erinnerung an das Thema, ganz ähnlich also, wie die rote Schleife bei AIDS . Im Video wurde die rosa Schleife durch rosa Handschuhe getauscht. Leider sind meine Handschuhe auf Station lila. :-)
YouTube Preview Image

Klasse sind auch wieder die Bilder von The Big Picture zum Breast Cancer Awareness Month

Blidquelle: Wikipedia

Nur ein einziger kleiner Schritt

Da ist man fröhlich gestimmt, freut sich auf den Urlaub und denkt an nichts böses.  Aber ich fange einmal von vorn an:

Bereits am Freitag morgen habe ich angefangen den Wohnwagen für den Urlaub vorzubereiten. Sachen einpacken, Dinge regeln. Nachdem fast alles fertig war, stieg die Vorfreude immer mehr. Auch auf den Abend, denn meine Nachbarn hatten zu Zwiebelkuchen und Federweißen eingeladen.

Den ganzen Tag hab ich schon die Zwiebeln gerochen und auf das Abendessen gefreut. Tja und dann läuft man los, knickt um, fällt eine popelige Stufe runter und liegt danieder. Man kann nur noch schreien und weinen.

So ist es passiert. Echt doof. In dem Moment wird einem klar: das wird nichts mit dem Urlaub und es wird nichts mit einem Besuch im Legoland. Und überhaupt weiß man in dem Moment, dass etwas kaputt gegangen ist. Keine halbe Stunde später sitzt man in der Notaufnahme und ist plötzlich Patient.

Das habe ich mir so alles nicht vorgestellt. Statt einem schönen Urlaub liege ich nun untätig herum. Es ist schon ein paar Tage her, der Knöchel schwillt ganz langsam ab, aber was nun genau kaputt gegangen ist, weiß ich immer noch nicht. Das einzige was ich weiß, es ist nichts gebrochen. Verdacht auf OSG-Distorsion. Das schlimmste an der Sache ist eigentlich, dass man warten muss. Mein MRT-Termin ist erst in 3 Wochen. Danke liebe Gesundheitsreform, dass man als Kassenpatient so lange warten muss.

Blöd für meine Kollegen, falle ich nun für Wochen aus. Blöd für meine Familie, fällt nun nicht nur der Urlaub aus, Mann und Sohn müssen eingies im Haushalt neben Schule und Arbeit übernehmen. Blöd für mich selbst, kann ich mich nicht ohne weiteres bewegen und bin bei Schritt und Tritt auf Unterstützung angewiesen.

So lange man nicht weiß, was es genau ist darf, ich wohl nicht arbeiten.  Ich hoffe derzeit weiter darauf, dass ein anderer Patient seinen MRT-Termin absagt. Warum auch immer.  Schon Ätzend dieses tolle Gesundheitssystem. Als Privatpatient wäre ich vermutlich schon im MRT gewesen. Als Kassenpatient heißt es warten. Bei mir ist es “nur” der Fuß, aber bei manch anderem Patienten hängt vielleicht das Leben an einer schnellen Untersuchung.  Danke, lieber Gesundheitsminister!

Twitterkalender 2011

Ich habe gerade im Blog von Halliway gelesen, dass es wieder einen Twitterkalender gibt. Da ich für 2010 schon so einen tollen Kalender habe, möchte ich natürlich auch für 2011 sehr gerne einen haben.

Danke MeineDruckfabrik.de für die tolle Aktion.  Falls ihr auch so einen Twitter Kalender haben wollt, dann müsst ihr auf dieser Seite eure Bestellung aufgeben.

Twittersüchtig bin ich auf jeden Fall, in 26 Monaten habe ich 14500 Tweets versendet  und unendlich viel Spaß mit einigen Followern gehabt. In meiner  Timeline ist immer was los.

Ich freue mich jetzt schon auf den tollen Kalender.

Ein besonderes Datum

Jeder Mensch hat bestimmte Daten mit denen er etwas verbindet. Klar Weihnachten, Silvester und Geburtstage, diese Daten hat und kennt jeder. Aber ich finde es gibt noch andere Daten mit denen man etwas verbindet. Mal traurige Dinge mal wunderschöne Dinge.

Für meine Eltern ist es der 6.10. An diesem Tag haben sich meine Eltern kennengelernt und sich in einander verliebt. Ohne diesen Tag vor 55 Jahren würde es meine Geschwister und mich nicht geben.  Wir sind mittlerweile eine Großfamilie, meine Eltern haben Kinder/ Schwiegerkinder, sogenannte “Adoptivkinder”, viele Enkelkinder und seit ein paar Wochen einen ersten Urenkel.

Jeder von uns ist besonders. Wir haben viele Schicksalsschläge überstanden und halten immer noch alle fest zusammen. Wir haben viel gefeiert aber auch oft geweint. Also eine ganz normale Familie. Jeder wird immer herzlich begrüßt und herzlich umarmt.

Der 55. Jahrestag dieses Datums ist für meine Eltern ein Grund für einer Feier. Sie haben die Familie am kommenden Wochenende eingeladen. Wir werden  eine Truppe von von 23 Personen, aber leider können 3 Enkelkinder nicht teilnehmen, da sie sich zur Zeit im Ausland aufhalten. Dennoch, ich freue mich riesig auf das Wochenende!

Alle Monate wieder zum Lungenfacharzt

Jedes Quartal gehe ich wegen meines Asthmas zum Lungenfacharzt. In meinem Leben schon ein Gang, wie für andere der Weg zum Einkaufen. Früher habe ich der Praxis im Schwarzen Weg oft viele Stunden gewartet, weil der Doktor sich für seine Patienten sehr viel Zeit nahm – damals ging das noch. Irgendwann wurde ich einfach vors Arztzimmer gesetzt und kam dran. Dieser Doktor hat mir wirklich geholfen. Durch ihn lernte ich den Umgang mit “meinem” Asthma und den Umgang mit den Medikamenten. Er sagte einmal zu meiner Mutter und mir: “Wenn sie wollen, dass ihre Tochter lebt, gehen sie mit ihr zum Schwimmen. So wurde ich schließlich Leistungsschwimmerin. Meine Leidenschaft fürs Schwimmen habe ich heute noch und meinen Sohn habe ich auch damit angesteckt. Das Schwimmen hat mir geholfen. Viele Jahre habe ich viel Zeit in der Schwimmhalle verbracht und es ging mir sehr gut damit.

Meine “Behinderung” blieb. Viele Jahre war ich aufgrund des Asthmas schwerbehindert -  70%.  Etwa 1990 wurde ich zu einem Gutachter gerufen. Ich bin frohen Mutes in diePraxis marschiert. Der Doktor schaute mich an und fragte, ob ich die Person sei, von der er die Akte vor sich liegen habe. Er sagte meinen Namen und mein Geburtsdatum und ich beantwortete die Frage mit “Ja”. Ziemlich erstaunt meinte er nur, er habe eine junge Frau im Rollstuhl erwartet. In dem Moment war ich stolz auf mich. Der Rollstuhl ist mir bis heute erspart geblieben.

Das alles hatte ich dem Doc im schwarzen Weg zu verdanken. Aber irgendwann kam der Tag, als er mir sagte, er gehe nun in Rente. Er stellte mir seinen Sohn als Nachfolger vor. Der junge Doktor war mir auf Anhieb sehr sympathisch und ich freute mich darüber, dass wir gleich alt waren. Konnte ich so sicher sein, dass ich immer gut betreut sein würde.

Tja, da habe ich allerdings falsch gedacht. Dieser liebe Mensch – und er war ein guter Arzt -  wurde in seiner Praxis, ich glaube 2002,  erschossen. Für mich ein unendlicher Schock. Man muß sich das mal vorstellen: gerade erst geht der Arzt, der einem Jahre lang geholfen hat in Rente und man hat Angst davor, wie es weitergeht. Dann glaubte ich sicher zu sein, denn der Nachfolger arbeitete wie der Vater selbst und ich hatte Vertrauen. Dann nur ein paar Monate später, ich weiß noch, das ich gerade unter der Dusche stand, als ich die Nachricht im Radio hörte. Ich wusste sofort, um welchen Arzt es ging…  Danach sprang der alte Doktor wieder ein bis er einen sehr guten Nachfolger fand. Bei diesem Arzt bin ich heute immer noch in Behandlung.

Heute in der Praxis musste ich sehr an den Mord damals denken. Die Praxis hat heute überall Kameras, aber die Sprechstundenhelferinnen weisen jeden Patienten darauf hin und ich kann diese Sicherheitsmaßnahme sehr gut verstehen.

Nun bin ich vom eigentlichen Thema abgekommen, ich wollte eigentlich nur berichten, das meine Lungenfunktion sehr gut ist. Aber mein Cortisonspray muss ich trotzdem sehr hoch dosiert nehmen. Aber so ist das Leben wenigstens lebenswert.