Monatsarchiv: Dezember 2008

Weihnachten im Krankenhaus

Teddybear am Tannennbaum

Heute gibt es mal eine Geschichte aus dem Krankenhausalltag. Das hat nun nichts mit meinen Allergien zu tun, aber ich muß es mal aufschreiben.

Alle Jahre wieder kurz vor Weihnachten taucht ein komisches Phänomen auf: Das Durchschnittsalter der Patienten steigt dramatisch an.

Auch in diesem Jahr zeigt sich dieses Phänomen wieder. Viele ältere Patienten tauchen auf. Ein Paar davon tauchen jedes Jahr wieder auf ,weil es ihnen gefällt, dass sie jemanden haben mit dem sie reden können. Unsere Pastoren tun in der Vorweihnachtszeit sehr viel für die Patienten. Da wird gesungen und gebastelt. Auch am Heiligabend findet ein Gottesdienst statt und danach sitzen sie alle gemeinsam in der Cafeteria und feiern das Weihnachtsfest. Auch die Küche gibt sich unendlich viel Mühe. Das ist sicherlich auch ein Punkt dafür das die alten Menschen ins Krankenhaus gehen. Wer kann sich von der mickrigen Rente denn heute noch einen Entenbraten leisten? Viele kommen freiwillig und genießen die Zeit mit den Zimmerkollegen.

Aber es gibt auch viele Patienten, die lieber bei ihren Familien zu hause wären. Doch die Angehörigen haben keine Zeit oder keinen Platz. Wo Oma oder Opa sitzen könnten, steht nämlilch allzu oft der Tannenbaum. Das kommt leider sehr häufig vor und dann landen die alten Herrschaften bei uns. Oft sind diese Patienten sehr krank und werden dann vor Kummer noch kränker, weil die Angehörigen nicht einmal für ein Stündchen auftauchen.

Vielleicht sollte man sich einfach in der Weihnachtszeit mal an die alten Menschen in der Familie erinnern. Sie nicht ins Krankenhaus bringen, sondern einfach mal nach hause zu sich holen und ihnen ein schönen Weihnachtstag machen. Das ist die beste Medizin.

Wir sollten alle mal an unsere Eltern, Tanten , Onkel, Brüder, Schwestern und an unsere Grosseltern denken und uns etwas Zeit nehmen. Mal hinfahren oder sie holen und ihnen ein unvergessenes Weihnachtsfest bereiten. Man darf nie vergessen, es könnte für einige in unseren Familien die letzte Weihnacht sein.

Trotzdem werde ich heute wieder zur Arbeit gehen, die Menschen trösten und so manchen alten Patienten in den Arm nehmen und ihm frohe Weihnachten wünschen.

Meine Eltern sind Weihnachten bei uns. Meine Schwiegereltern kommen dann mit der Uroma von meinem Sohnemann am 1. Weihnachtstag. Wir freuen uns auf schöne ruhige Tage.

Euch auch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest!

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Weihnachtsbäckerei 08

COOKEHSCreative Commons License photo credit: dyanna

Choclate Chip Cookies

Diese Jahr habe ich mal Zeit zum Backen, da ich krank geschrieben bin und unendlich viele Termine absagen mußte. Ich hoffe das ich ab Dienstag wieder arbeiten darf, ich möchte nämlich auf den Weihnachtsmarkt gehen oder mich einfach nur mal wieder beim Sport auspowern.

Zurück zur Weihnachtsbäckerei. Ich habe immer mit meiner Mutter die Kekse gebacken, aber dieses Jahr muß ich es alleine machen, da meine Mutter eine Knie Tep bekommen hat und noch bis Weihnachten in der Klinik liegt. Gestern war es soweit: ich habe gebacken! Die ersten Plätzchen habe ich mit Sohnemann schon letzte Woche gebacken, das gehört dazu. Beide hatten wir unsere Schürzen um und los ging das wilde Ausstechen. Bei einem Allergiker ist das selbst backen von Vorteil. Ich weiß dann nämlich, dass in meinen Keksen nur die Dinge enthalten sind, die ich vertrage.

Die ersten Rezept fand ich via  Twitter und Danielasgedanken beim Chefkoch und auch ein zweites fand ich dort auch. Weitere Rezepte suchte ich bei Chefkoch. Oft sind in den Rezepten leider Zimt, Lebkuchengewürz oder Nüsse. Ich suche aber Rezepte ohne diese Stoffe.

In der Weihnachtszeit mache ich auch sehr gern Schokocrossies. Das Rezept ist ganz einfach: Cornflakes und geschmolzene Blockschokolade. Die fertigen Crossies legt man auf einen Tellermit Alufolie und dann 2 Stunden in den Kühlschrank. Schon sind die Schokocrossies zur Pflichtbewußten Vertilgung bereit!

So kann auch ich dann in der Weihnachtszeit einige kleine Leckereien genießen. Viel Spaß beim Nachbacken

Morgen muß ich neue Backen, dann kommt via Twitter auch ein „Originalbild“ dazu.

😉

Kreuzallergie / Kreuzreaktionen

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Kreuzallergien durch Pollen

Kreuzallergien/Kreuzreaktionen sind sehr gefährlich. Man ißt eine Gemüsesorte, die man immer gerne gegessen hat und plötzlich reagiert man darauf. Bei mir fängt die Nase an zu laufen und die Augen jucken, dann wird das Atmen schwerer und langsam schwillt mir der Hals zu.

Bei einer Kreuzreaktion passiert folgendes: bestimmte Nahrungsmittel sind miteinander verwandt. Zum Beispiel man hat eine Allergie gegen Nüsse.  Meistens ist man auf die Pollen der Haselnuss allergisch und so kann es zu mehreren Reaktionen kommen z.B. auf die Pollen der Birke, Buche, Eiche und Erle und natürlich auf Nüsse. Da es durch diese Kombination zu vielen weiteren Reaktionen kommen kann, sind die Kreuzallergien so schlimm. Das Schlimmste daran ist, dass man es nicht weiß, ob man drauf reagiert. Es kann zu ganz gefährlichen Situationen kommen, sogar bis zum Tod. Ich hatte solche Reaktionen schon mehrfach erlebt und das ist nicht wirklich so toll. Ich bin extrem vorsichtig geworden, habe immer meine Notfallmedikation in der Tasche und greife dann auch schnell zum Cortison. Auch wenn ich irgendwo eingeladen bin, frage ich immer nach was im Essen ist. Bis jetzt ist es immer gut gegangen und darüber bin ich sehr froh.

Es kann zum Beispiel bei einem Hausstaubmilbenallergiker sein, das er keine Schalentiere verträgt also sollte man immer als Allergiker darauf achten, ob es nicht irgendwelche verwandte Stoffe gibt und auch den Doktor danach fragen.