Monatsarchiv: März 2009

Die Goldene Hochzeit

Heute geht es mal um meine Familie, genauer gesagt um meine Eltern.

Meine Eltern feiern am 29. März ihre goldene Hochzeit. Sie sind seit 50 Jahren verheiratet. Wahnsinn! Oder?

Die beiden haben mich zu der Person gemacht, die ich heute bin. Sie haben immer zu mir gestanden und sind mit mir durch alle Höhen und Tiefen meines Lebens gegangen. Die beiden haben mich zu den besten Ärzten gebracht, wenn es mir schlecht ging, oder sie haben mich manchmal auch einfach nur festgehalten. Meine Eltern haben mir die Welt gezeigt und oft auch den richtigen Weg.

Heute sind sie nun also „50 Jahre“ verheiratet. Nicht viele Menschen schaffen das. Viele sterben auf dem Weg dahin, lassen sich scheiden oder trennen sich. Im Jahr 2004 sah es ganz auch bei meinen Eltern komplett anders aus. Meine Mutter erkrankte an Brustkrebs und wir alle dachten, dass sie es nicht übersteht.

Falsch gedacht! Meine Mutter schaffte es! Nicht nur durch ihren Lebensmut, genauer gesagt ihrem starken Lebenswillen, sondern mit Sicherheit auch durch die Liebe meines Vaters und der Familie. Der Zusammenhalt in meiner Familie ist sowieso sehr stark.

Die Beiden sind über 70 Jahre alt und stehen noch aktiv und mit beiden Beinen fest im Leben. Egal, ob es der Kirchenchor, der Männerchor Schaalby, der Sozialverband, die SPD oder ihr Feuerwehrmusikzug Schleswig ist, oder die vielen anderen Freizeitaktivitäten. Die beiden sind immer aktiv dabei. Noch heute gehen die Beiden zelten, oder paddeln mit dem Kanu über die Schlei! Ich bewundere die Beiden für ihr unendliches Engagement für alle Menschen, ob arm, reich, krank oder gesund. Wenn einer bei denen vor der Haustür steht und Hilfe braucht, sind sie sofort da, um zu unterstützen.

Ich habe noch 2 Brüder. Der eine hat 3 Kinder und der andere hat 4 Kinder. Im Laufe der Zeit wurde der beste Freund meines großen Bruders einfach mit aufgenommen. Er zählt seit dem fest mit zur Familie. Auch er hat 3 Kinder. An besonderen Tagen, wie diesem ist also immer richtig viel los.

Da ich direkt in der Nähe meiner Eltern wohne, bin ich in die Organisation des großen Festes voll mit eingeplant. Heute ist zwar nur der Empfang, aber auch hier unterstütze ich natürlich mit allen Kräften. Die große Fete findet dann Ostersonntag statt. Das wird eine riesen „Fete!“ Es sind 80 Leute eingeladen. Nach dem Gottesdienst wird mit Essen, DJ, viel guter Musik und ordentlich „Danz op de Deel“ dann hoffentlich ordentlich gefeiert. Ich freue mich sehr darauf, alle zu sehen und zu feiern, zu reden ,zu tanzen, zu weinen und viel zu Lachen.

Ich wünsche meinen Eltern auf diesem Wege alles, alles Gute! Danke, dass es euch gibt! Bleibt, wie ihr seid undvor allem lange gesund und fitt.

Ich hoffe auf noch viele große Feste mit meiner Familie.

Privatpatient als Kind

Meine Eltern waren früher beide Lehrer.  Mein Vater an der Gehörlosenschule und meine Mutter an einer Sonderschule für Lernbehinderte. So war ich in der Folge dadurch ein Privatpatient. Aber dies hat mir als Kind rein gar nichts gebracht!

Ich mußte trotzdem beim Lungenfacharzt stundenlang warten. Oft bin ich nach der Schule in die Praxis gegangen und kam erst am Abends nach dem Abendbrotnach Hause. Blöd: ich musste da jeden Donnerstag hin, weil ich eben regelmäßig zur Kontrolle mußte.

Dennoch wares ein toller Doktor: Dr. J. aus Schleswig. Ich habe mich da immer gut aufgehoben und gut behandelt gefühlt. Nur wenn die Rezepte kamen, da wurde meiner Mutter immer schlecht. Die Rechnungen lagen dann immer bei ein paar hundert DM. Zwar bekamen meine Eltern das Geld immer wieder von der Kasse zurück, aber es musste ja erstmal ausgelegt werden. Ich erinnere mich noch an das erste Mal, wie meine Mutter mich noch zum Doc begleitet hat: ich bekam meinen ersten „Pari Boy“ und viele verschiedene zusammen gemixte Tinkturen zum Inhalieren.

Der Apotheker fragte meine Mutter, ob sie denn auch soviel Geld dabei hätte. Mama meinte nur Na klar 100 DM hat sie mit, doch der Apotheker meinte nur, das reiche nicht. Meine Mutter fragte, wieviel sie denn bräuchte und ging dann mit mir zur Bank.  Mit einer EC Karte zu zahlen, war damals in der Apotheke noch nicht möglich. Danach dann haben wir die Medizin abgeholt.

Meine Eltern hätten alles dafür gegeben, Hauptsache mir würde es besser gehen. Meine Mutter hat oft  nachts neben meinem Bett gesessen und gehofft das ich die Nacht überlebe.

Tja, nur  Privatpatient war ich sehr kurze Zeit. Die Kasse hats nicht mitgemacht hat. Ich war zu teuer.

Das Pfeifen der Lunge

Es war mal wieder soweit. Abends vor dem Schlafen. Ich konnte nicht einschlafen, weil ich beim Athmen wieder Pfeiftöne von mir gab. Ich hatte zwar keine akuten Probleme aber dieses Pfeifen nervt mich immer kollosal. Ich habe zwar meine Dauermedikation genommen, aber um das Pfeifen zu beenden muß ich mein Notfallspray nehmen.

Unser Schlafzimmer ist echt gut eingerichtet. Wir haben Laminat verlegt und haben Allergiker geeignete Bettwäsche. Im Sommer gehen wir bevor wir zu Bett gehen in die Dusche, um Pollen, Staub und sonstige Allergene rauszuwaschen, vor allem aus den Haaren. Gelüftet wird auch regelmässig, daran liegt es alles nicht.

Trotzdem taucht es abends manchmal auf das gemeine „Hiemen“ und es nervt. Vielleicht hat ja ein anderer Asthmatiker eine Idee, die mir helfen könnte. Bin dankbar für jeden Tipp.