Monatsarchiv: Dezember 2010

Winter: damals und heute

In meinen 43 Jahren habe ich schon viele Winter erlebt. Es gab milde und harte Winter, allerdings auch welche die nur Winter hießen, obwohl es keine waren.

Im Winter 1978/79 war ich 12 Jahre. Zwischen den Tagen bin ich nach Frankfurt geflogen und bekam den ersten

Schneesturm gar nicht mit. Klar habe ich mit meinen Eltern telefoniert aber live dabei war ich nicht. Da ich aber im Januar wieder zurück nach Hamburg  musste, erlebte ich die Katastrophe dann doch mit. Ich weiß noch: meinen Flug der eigentlich am 2.1. gebucht war, konnte ich nicht wahrnehmen. So blieb ich länger in Frankfurt, mir ging es nicht gut, mit meinem Asthma vertrug ich die Luft in Frankfurt nicht gut und ich brauchte viele Medikamente.

Sobald der Flughafen wieder frei war, flog ich nach Hamburg zurück. Der eigentliche Wahnsinn begann aber erst hier. Mein Vater holte mich ab und wir fuhren mit der Bahn nach Schleswig. Die Diesellok fuhr mit uns durch den Schnee. Bis wir in Schleswig waren, hat es einiges an Zeit gedauert. In Schleswig angekommen ging es spannend weiter. Eigentlich herrschte ein Fahrverbot für Autos. Mein Vater hatte jedoch eine Genehmigung  mit dem Auto zu fahren. Allerdings durfte er nun aber nicht bis zum Schleswiger Bahnhof fahren. So parkte unser Auto im anderen Teil der Stadt, oben bei Real (für die, die Schleswig kennen.) Vom Real Parkplatz nach Füsing sind es einige Kilometer, so etwa 6 bis 8. Da an dem Tag Eisregen herrschte brauchten wir sehr lange. Nach vielen Stunden bin ich dann von Frankfurt zu Hause

angekommen.

Es war Wahnsinn: diese Schneemassen die wir in Füsing hatten. Meine Mutter erzählte mir das sie Schafe gerettet hatten, die auf den überfluteten Auwiesen standen. Sie hatten schon einige Häuser der Nachbarn vom Schnee befreit, so dass diese wieder zugänglich waren  und wie sich alle gegenseitig geholfen haben. Lebensmittel wurden geteilt. Strom hatten wir zum Glück. Die Schleidörferstrasse wurde  durch Panzer vom Schnee befreit. Diese waren damals noch „auf „der Freiheit“ stationiert. Jener  Winter war wirklich schlimm, vor allem weil der Schnee nochmal zurück kam.

Den zweiten Schneesturm erlebte ich dann live mit und es war wieder schlimm. Der Winter hatte auch tolle Seiten wir hatten eine Woche länger Weihnachtsferien und später hatten wir nochmal eine Woche schneefrei.  Vor allem erinnere ich mich an die Iglus, die wir in die Schneewehen gebaut haben. Man konnte in den Iglus stehen, weil die Schneeverwehungen so hoch waren. Das war für uns Kinder damals natürlich ein Riesenspass.

Später kamen auch noch harte Winter, aber so schlimm wie der, waren sie alle nicht. Hier oben in Angeln, Schwansen oder auch in Nordfriesland ist es jedoch schon immer anstregend, da wir meistens zum Schnee auch Sturm bekommen. Vor allem Oststurm ist immer nicht so gut. Wir haben hier viele freie Felder und nur wenige Hügelchen. Sobald es auch nur etwas schneit und wir Wind dazu bekommen, dauert es nie lange und die Strassen sind zu geweht. Vor allem die Strassen die von Nord nach Süd führen . So passiert es das unser Dorf ganz schnell nicht mehr zu erreichen ist.

Es gibt ja viele, die es albern finden, wenn die Kinder heute wegen etwas Schnee schulfrei bekommen. Ich befürworte es. Die Sicherheit der Kinder geht nun einfach einmal vor. Vor allem weil die Busgesellschaften hier bei uns nicht sehr verlässlich sind. Die Verkehrsbetriebe in Schleswig schaffen es nicht einmal, aktuell auf Ihrer Seite zu informieren.

Was mich allerdings sehr verwundert sind jetzt solche Meldungen wie: das Streusalz wird nicht reichen. Oder am schlimmsten: das Benzin wird knapp. Solche Meldungen sind Panik mache und dienen nur der Industrie.

Ach und übrigens: früher haben die Leute genauso viel, wie heute  über den Winter gejammert, aber da bekam man es nicht mit, weil es eben noch kein Internet, kein Twitter oder Facebook gab. Damals konnte man froh sein, wenn man ein Telefon hatte.

Tassimo T40 im Test

Am Freitag kam die Tassimo T 40 zum Testen. Ich hatte mich über Facebook am Jacobs-Kaffee Vielfalt Programm beworben. Beim Auspacken waren wir Drei sehr aufgeregt und neugierig. In dem super verpackten Paket war neben der Tassimo T 40, ein Paket Jacobs Krönung, ein Paket Caffe Crema XL und ein Paket Latte Macchiato. Ein Paket Milka Kakao haben wir mittags noch gekauft. So hatten wir am Wochenende genug Auswahl zum Testen.

Erstmal haben wir Platz in der Küche geschaffen und danach wurde die Beschreibung gelesen. Dann gab es  die erste Tasse Milka Kakao. Der schmeckte meinem Sohn super lecker, mein Mann testete einen Latte Macchiato und ich habe meinen Latte Macchiato mit Karamell Sirup etwas aufgebessert. Die Getränke und die Handhabung der Maschine sind sehr einfach und schnell zu erlernen.

Was mir nicht so gut gefällt ist die Lautstärke beim Starten der Tassimo und der Preis der verschiedenen Kaffee – und Milchspezialitäten. Zusätzlich gefällt mir nicht so gut das viel Kaffee oder Schokolade in den Discs bleibt.

Sehr schön finde ich das Design, die einfache Handhabung und den Geschmack der Sorten. Auch das Kronen sammeln finde ich sehr gut. Im Moment kann man bei Registrierung bei Jacobs Krönung noch 20€ bekommen, diese haben wir dann gleich in Kaffee umgesetzt.

Ich werde mir jetzt einen leckeren Milka Kakao machen und in aller Ruhe geniessen! Hhhmmmm!

Z.Zt behindert – Internationaler Tag der Behinderten

Bei meinem Unfall im Oktober habe ich mir 3 Außenbänder und 1 Innenband gerissen. Seitdem laufe ich mit Unterarmgehstützen herum. Autofahren ist mir unmöglich und so bin auf alle möglichen Menschen angewiesen. Das nervt. Für jemanden der sonst alles allein macht, ist das furchtbar anstrengend. Wenn man so durch die Gegend läuft stellt man fest, wie unhöflich viele Menschen einem Behinderten gegenüber sind. Ich finde dies einfach entsetzlich traurig.

Das erste Mal fiel es mir in Schleswig in einem Drogeriemarkt auf. Ich stand an der Seite und schaute mir die Waren im Regal an. Innerhalb kürzester Zeit sind mir 2 Leute in die Hacken getreten. Ich dachte das sei ein Versehen, aber es ging so weiter.

Vor ein paar Tagen war es besonders schlimm: mein Vater hatte mich abgeholt, damit wir einkaufen konnten. Wir sind ein ein großes Warenhaus gegangen. Da ich mit meinem Kram im Arm manchmal warten musste, bis mein Vater mit dem Einkaufswagen vorbei kam, habe ich da halt herum gestanden, auf die  Unterarmgehstützen aufgestützt. Häufig kamen dann solche Sprüche wie gehen sie doch mal schneller, machen sie mal Platz, lassen sie mich mal durch. Im übrigen war neben mir ja noch genügend Platz um vorbei zu kommen, da ich ja nun mal nicht Mitten im Gang rumstehe. Als wir mit dem Einkauf fertig waren, war ich schon ziemlich gereizt und sauer.

Aber der Tag war ja noch nicht vorbei. Vor der Apotheke stehend stellte ich fest,  dass die Türen nicht automatisch aufgehen, sondern dass man sie mit der Hand öffnen muss. Dummerweise kam auch niemand, um die Tür aufzuhalten. Beim Rausgehen konnte die Dame hinter dem Tresen plötzlich die Tür automatisch über einen Knopf öffnen. Warum nicht gleich beim Reingehen?

Zum Glück bin ich jung und bekomme das alles hin und habe dann auch immer einen passenden Spruch auf Lager. Aber jemand der richtig behindert ist oder gar alt und behindert, der ist echt aufgeschmissen.

Vielleicht kann jeder sich mal an die Nase fassen und beim nächsten Einkauf einer alten Dame Platz machen, oder jemanden die Tür aufhalten der mit Gehstützen läuft oder einem Rollstuhl unterwegs ist. Vielleicht sollte man einen Schwerbehindertenparkplatz nicht einfach zu parken, selbst wenn es nur Minuten dauert. Vielleicht sollte man auch mal für einen alten Menschen aufstehen und ihm den Platz anbieten.

Aber auch bauliche Situationen in meiner Stadt sind oft nicht behinderten freundlich. Das ist schon traurig. Solche Dinge fallen einem sonst nie so richtig auf. Erst, wenn man selbst betroffen ist. In Zukunft werde ich mit offenen Augen durch die Gegend laufen und dem einen oder anderen Menschen helfen.

Heute ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung:

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung (auch: Internationaler Tag der Behinderten) ist ein von den Vereinten Nationen ausgerufener Gedenktag, der das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Probleme von Menschen mit Behinderung wachhalten und den Einsatz für die Würde, Rechte und das Wohlergehen dieser Menschen fördern soll.

Wichtig ist, dass den Menschen im Bewusstsein ist und auch bleibt, dass es Menschen gibt, die eben nicht so können, wie Menschen die keine Behinderung haben. Zudem gibt es auch Behinderungen, die man gar nicht sieht. Dennoch fällt es diesen Menschen schwer, sich in unserer Welt zurechtzufinden. Denkt nicht nur an die gehbehinderten Menschen, sondern auch an solche, die blind, taub (oder gar beides -wie schrecklich, wir kennen einen solchen älteren Herren), oder unter einer anderen schweren Krankheit leiden.