3 Jahre Arbeiten

Im Jahr  2007 war ich in Mölln in der Reha-Klinik. Vorher war ich 13 Monate krank und bekam Krankengeld.  Man wird davon nicht reich, aber ich habe wenigstens etwas Geld bekommen. Für die Reha-Maßnahme selbst mußte ich ziemlich hart  kämpfen. Immer wieder wurde sie abgelehnt, da ich ja erst im März 2006 aufgrund einer anderen Sache zur Reha gewesen bin.  Wenigstens hatte ich jetzt endlich einen sehr guten Gutachter der die Reha absolut befürwortete. Nach dem Gutachten ging es dann ganz schnell und ich bekam den Reha Termin. Also packte ich meine Sachen und zog los. Die Reha war genehmigt, drei Wochen.

In der Klinik Hellbachtal in Mölln, sagte mir der Doc gleich zu Beginn, dass drei Wochen viel zu wenig sind.  Fünf Wochen sollte ich minimal einplanen. Mir war es egal, ich war zwar geschockt, aber schließlich brauchte ich Hilfe. Sohn und Mann waren ebenfalls etwas geschockt, aber sie konnten mich ja besuchen.

Der Reha-Aufenthalt war echt Klasse. Ich fühlte mich gut und war wieder gerade vor. Leider sahen die Ärzte es anders und entließen mich als arbeitsunfähig. Ich bestand aber auf einen Arbeitsversuch. Ich könne das gern probieren, aber die Ärzte befürworteten es nicht. So schickte ich den Antrag auf Arbeitsversuch los. Das erste was passierte war, dass  er von meinem Arbeitgeber abgelehnt wurde. Nach kurzem Hin und Her durfte ich dann wieder als Krankenschwester arbeiten. Ich kam auf eine neue Station, da meine alte Stelle besetzt war, (darüber war ich allerdings auch nicht ganz so traurig.)

Aus dem Arbeitsversuch der für vier Wochen angesetzt war, wurden schnell sechs Wochen. Erst vier Stunden, dann sechs Stunden. Nebenbei machte ich auch noch eine Intensivierte Rehanachsorge, auch Irena genannt. Die Zeit war extrem anstrengend aber ich habe durchgehalten und arbeite immer noch auf dieser Station. Meine Arbeit macht mir großen Spaß, auch wenn ich manchmal auf Twitter panisch nach Hilfe rufe und im Eifer des Gefechtes, am liebsten wegrennen möchte 😉

Leider bin ich aber immer noch sehr anfällig, was Knochen und Gelenke betrifft. Seit der Reha gehe ich fast regelmässig 1-2mal in der Woche zur Krankengymnastik und zum Rehasport. Gesund werde ich nie wieder werden, aber jeden Tag, den ich arbeiten kann, geniesse ich sehr. Wenn ich mal krank bin, bin ich immer extrem schlecht drauf. Ich bin froh, dass ich immer noch in meinem Job als Krankenschwester arbeiten kann. Die 3 Jahresfrist wegen einer Erkrankung endet Anfang Juli und dann köpfe ich eine Flasche Sekt.

Die erste sehr gute Lufu seit Jahren.

Grüne NaturErstes Gesundheitliches Highlight seit langem war jetzt eine super Lufu. als Asthma-Patient muß ich regelmäßig zur Lungenfunktionskontrolle (Lufu) und diese stand diese Woche wieder an.  Seit vielen Jahren war sie immer unzufriedend ausgefallen und nun ist sieendlich einmal  besser geworden.  Meine Medikation bleibt erstmal so eingestelt, wie sie ist.  Ebenso erfreulich: Mein Notfallspray benutze ich auch deutlich weniger.

Demit ist mein erstes kleines Ziel erreicht. Was so 10kg weniger Gewicht ausmachen können. Mein nächstes Ziel ist nicht mehr weit weg, ich will ein UHU werden.  Das ist zu schaffen und ich werde mein Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Seit meiner Reha im Jahr 2006 habe ich jetzt über 20kg geschafft und darauf bin ich sehr stolz.

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Gut für die Neurodermitis-Haut: Badesalz aus dem Toten Meer

Day 44b: Full Bath
Seitdem ich 2005 auf Sylt in der Rehaklinik war, bade ich regelmässig etwa 2-3 mal die Woche.

In der Asklepios-Klinik auf Sylt gehörte das Baden mit Badesalz des Toten Meeres zum Standard. Hier zu Hause nehme ich zum Baden immer Totes Meersalz und mische das Badewasser mit einem Öl.

Das Meersalz bekommt man in jedem guten Drogeriemarkt und auch manchmal sehr günstig beim blauweißen Feinkost-Discounter. Beim Öl suche ich mir immer mal eine andere Sorte aus. Am liebsten aber nehme ich Mandelöl. Das Mandelöl vertrage ich immer sehr gut. Da ich neben der Neurodermitis auch viele Hautallergien habe, achte ich beim Öl darauf, an wievielter Stelle das Parfum in der Zutatenliste auftaucht. Je nachdem an welcher Stelle eine Zutat steht, ist dies ein Indikator für die im Produkt verwendete Menge. Dies ist im übrigen auch bei Lebensmitteln der Fall und gesetzlich verankert.  Oft findet man auch Öle ohne künstliche Duftstoffe, welche man dann bevorzugen sollte.

Durch das regelmässige Baden habe ich wirklich deutlich weniger Probleme mit der Neurodermitis. Man sollte jedoch darauf achten, sich nach einem Bad noch einmal kurz abzuduschen und danach mit einer guten und passenden Lotion zu pflegen. Auch das Ausruhen nach einem Bad ist immer sehr wichtig, dies gibt der Haut Zeit zu entspannen und die Mineralien besser aufzunehmen.

Eine unangenehme Nebenwirkung ist leider, dass die Nebenkostenabrechnung wegen des höheren Wasserverbrauches entsprechend negativ ausfällt.

Mittlerweile gibt es auch ein Totes Meersalz Shampoo von der Firma Murnauer. Ich finde es sehr gut. Ein Neurodermitiker hat  meistens nämlich auch noch Probleme mit juckender Kopfhaut. Dieses Shampoo ist echt Klasse und hilft sehr gut. Nachteil hier ist, dass man gerade als Frau ohne blumig duftendes Haar auskommen muß. Aber da hier kein Parfüm im Shampoo ist und meine Kopfhaut so endlich Ruhe gibt, ist mir dies mittlerweile auch sehr recht. Hauptsache es juckt nicht mehr!

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Die richtige Ernährung bei Neurodermitis

Auf das Thema Ernährung bei Neurodermitis brachte mich ein Kommentar von radelduel und so mache ich daraus einfach einen Artikel.

Bei Neurodermitis gibt es keine Diät, die einem hilft das Hautbild zu verbessern. Es gibt nur Ernährungsempfehlungen. Viele Neurodermitiker haben ja auch viele Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die man natürlich beachten muß. Ich achte sehr auf, was ich esse und weiß durch die jahrelange Krankheit, welche Lebensmittel meiner Haut gut tun und welche ich meiden muß. Ich vertrage z.B überhaupt keine Zitrusfrüchte und Schalentiere. Denn nach dem Genuß dieser Produkte, fange ich total an „auf zu blühen.“

Während der Reha auf Sylt habe ich hypoallergene Kost gegessen. Das Problem an dieser Ernährung ist leider, dass man bei der Zubereitung auf Gewürze (Pfeffer) verzichtet und der Geschmacksträger das Fett ist. Da ich aber Übergewichtig bin, ist diese Form der Ernährung zwar gut für die Haut, aber nicht für die Figur. Mein Hautbild war da natürlich super, nur abgenommen habe ich dadurch nicht.

Bei hypoallergener Kost wird auf  Innereien, Schweinefleisch, fertige Aufschnittsorten, Eier, Krustentiere und  auf Fischfertiggerichte verzichtet. Viele Kräuter müssen gemieden werden. Auf Fertiggerichte verzichte ich auch, weil ich nie genau weiß, was da wirklich alles drin ist. Manche Gmüsesorten sind auch nicht so gut für Neurodermitiker geeignet. Beispielsweise Tomaten, Paprika, Pepperoni und Sellerie. Bei den Obstsorten ist es ähnlich: ich vertrage z.B. keine Zitrusfrüchte, frische Ananas und  Kirschen. Aber es ist bei jedem Neurodermitiker und Allergiker anders. Zusätzlich sollte man auf viele Süssigkeiten verzichten.

Es gibt also keine spezielle Diätempfehlung, wie gesagt, jeder Neurodermitiker und Allergiker, weiß was er verträgt und was er meiden soll.

Während der Schwangerschaft habe ich auf die oben aufgeführten Lebensmittel verzichtet und meinen Sohn ein halbes Jahr gestillt. Danach haben wir sehr langsam mit dem “ Zufüttern“ angefangen. Jede Woche kam ein neues Lebensmittel dazu. Nie waren es zwei auf einmal. Morgens die erste Mahlzeit war immer Muttermilch. Das habe ich das ganze erste Lebensjahr gemacht. Ansonsten haben wir hypoallergene Milch genommen. Ich weiß noch, dass das erste Lebensmittel die Birne war. Das war gar nicht so einfach in den ganzen Gläsern waren vor 10 Jahren noch andere Zusatzstoffe enthalten, also habe ich alles selbstgekocht. Dann kam die Kartoffel u.s.w. Die Zeit war total anstrengend, weil man immer genau geschaut hat wie die Haut vom Sohn aussah und wie er reagiert hat. Aber der Aufwand hat sich gelohnt  mittlerweile ist mein Sohn fast 11 Jahre alt  und er hat bis jetzt keine Allergien und keine Neurodermitits. Aber man kann es ja nie ausschliessen, ob noch welche Auftreten werden. Das eine Jahr war ich sehr unruhig und wir haben ihm Blutabnehmen lassen, um den IgE bestimmen lassen. Zu dem Zeitpunkt war alles ok.  Zum Glück!!

Zusatz zum Artikel Protopic Segen oder Fluch

Ich habe ja vor einiger Zeit über Protopic geschrieben. Ich habe die Salbe wie beschrieben benutzt und auch die Anwendungsform wie verordnet gemacht. Die Stellen auf den Hände sind sehr schnell verheilt, aber es hielt nur für eine kurze Zeit an. Danach kamen immer wieder kleine Läsionen dazu, die aber mit Protopic immer wieder sehr schnell abheilten.

Es ist also bis jetzt auch mit der Salbe nicht zu einer dauerhaften Heilung gekommen. Schade!

Das Cortison, welches ich letztens nehmen mußte, hat leider auch nur zeitlich begrenzt geholfen. Leider sind mittlerweile wieder ein paar Finger kaputt, also mit allen Mitteln nur immer begrenzte Heilung, was mich immer sehr  traurig macht und auch sehr stört. Ich werde mich also in Kürze dann doch mal in der Ambulanz des  BG Krankenhauses vorstellen müssen. Meine Hautärztin befürwortet dies ebenfalls.

Ich hoffe sehr, dass ich mich dann nicht wieder in eine Reha begeben muß. Ich brauche noch ein wenig Abstand von der Einkasernierung:

  • 2005 akute Behandlung auf Sylt
  • 2006 Rehabehandlung auf Sylt
  • 2007 dann wegen einer anderen Krankheit in Möllln in der Reha

Ich möchte dieses Jahr nicht schon wieder in die Reha gehen müssen…

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Berufswahl mit Allergien und Asthma

Für mich war schon sehr früh klar, was ich mal werden wollte. Ich bin schon als kleines Mädchen mit Schürze, Doktortasche, Stethoskop, Spritze und Haube um den Tannenbaum gerannt. Als mein Bruder Krankenpfleger wurde war mir dann vollends klar: Ich werde Krankenschwester. Seine Bücher waren auch mein Lesestoff.

Meine Mittlere Reife habe ich 1985 gemacht. Leider wollten mich die Krankenhäuser in Schleswig-Holstein nicht und so bin ich nach Bayern, eher gesagt nach Unterfranken in die Stadt Schweinfurt gegangen. Ich als norddeutsches Landei bin dann nach Schweinfurt ins St. Josefs Krankenhaus. Ein sehr katholisches Haus, aber es war eine spannende Zeit.

Die ersten zwei Jahre ging zunächst auch alles gut. Doch dann fingen meine Probleme das erste mal an: Meine Hände gingen kaputt ich hatte überall offene Stellen. Damals bekam ich von einem Doktor eine Homöpathische Salbe und das Problem war schnell behoben. Ich hatte dann lange Zeit Ruhe. Ich habe mein Examen gemacht und bin dann ganz schnell wieder in den hohen Norden zurückgekehrt. Seit 1989 bin ich jetzt in dem Haus beschäftigt in dem ich immer noch arbeite. Es handelt sich um ein großes Gesundheits- und Touristikzentrum an der Ostsee (ich verlinke an dieser Stelle einmal nicht). Meine Hände blieben heil.

Dann bin ich 1998 für ein Jahr im Erziehungsurlaub gewesen und danach wurde es sehr schlimm mit meinen Händen. Ich vermute das sich durch die Schwangerschaft und Geburt in meinem Körper sich irgendwas verändert hat. Auf der Station, wo ich dann gearbeitet habe, war zwar immer mal ein Finger kaput, aber  dann habe ich halt überwiegend die Büroarbeit gemacht.

Dann wurde irgendwann aufgrund von Reorganisations-Maßnahmen unsere Station geschlossen.  So landete ich auf einer OP-Station, wo viele OPs liefen und wir viel am Patienten arbeiteten. Meine Hände wurden wund und ich hatte offene Stellen. Die Fingernägel verschwanden oder brachen. Ich mochte niemandem mehr zur Begrüßung die Hand geben.

Irgendwann bekam ich einen Tipp: Mir gab man den Namen eines neuen Hautarztes. Nichts wie hin und er testete mich auf die Produkte die wir bei der täglichen Arbeit benutzen. Nach dem Test sagte mein neuer Hautarzt: „Oh man sie haben den falschen Beruf gewählt!“

Er meldete die Hauterkrankung an die BGW Hamburg. Die BGW übernahm ab sofort die Kosten für die Behandlung. Ich wurde von der BGW zu einer Schulung nach Berlin ins Schuberz geschickt. Die Schulung dauerte 2 Tage, die Kosten wurden komplett übernommen. Ich habe auf der Schulung unendlich viel gelernt, aber geholfen hat es leider nicht. Meine Hände heilten nicht ab. Es half alles nicht, ich im Rahmen einer Akuteinweisung quasi von heute auf morgen in die Asklepios Klinik auf Sylt und wurde dort 3 Wochen behandelt.

Hochdosiertes Cortison auf die Hände für 3 Nächte. Und ein Wunder geschah meine Hände heilten ab. Ich bekam auch Bestrahlungen und Bäder. Es war toll. Es war ein neues Gefühl heile Hände zu haben. Seit dem hat der Spruch:“ etwas geht leicht von der Hand“ eine neue Bedeutung. Als meine Familie mich auf der Insel besuchen kam, konnte ich seit langer Zeit meine Sohn endlich wieder an die Hand nehmen! Mein Mann war erstaunt wie nie! Doch leider hielt es nicht sehr lange an, meine Hände sind immer wieder kaputt gegangen.

Mein Hautarzt hat leider irgendwann Deutschland verlassen und ist ausgewandert, WEGEN DER GESUNDHEITSREFORM. Ich kann nur jedem Allergiker und Asthmatiker dazu raten, sprecht mit euren behandelnden Ärzten über eure anstehende Berufswahl und lasst euch z.B. gegen Desinfektionsmittel testen. Es bringt keinen Spaß offene Hände zu haben und deswegen auch mal krankgeschrieben zu werden. Solltet ihr trotzdem den gewünschten Beruf erlernen und es treten dann doch Hautprobleme oder Atemwegsprobleme auf, wendet euch umgehend an die Ärzte und meldet es an die zuständige Berufsgenossenschaft. Man hat dadurch nur Vorteile.

Aktuell habe ich über meine neue Hautärztin, eine erneute Meldung an die BGW geben lassen. Ich hoffe, daß ich auch diesmal wieder mit UNterstützung von dort rechnen kann.