Der Tag der Hände – Handpflege nach Plan

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Hände sind unser Kapital

In manchen Krankenhäusern gibt es den Tag der Hände. Bei uns im Haus findet er regelmässig statt. Ich finde das ist eine tolle Idee. Unsere Hände sind unser Kapital. Sie sind in der Pflege und nicht nur in der Pflege, wichtig. Wir alle schauen auf die Hände von unserem Gegenüber, ob sie gepflegt sind, ob die Fingernägel angeknabbert sind, ob die Nägel gemacht sind u.s.w. Hände sagen viel über den Menschen aus. Auch Krankheiten kann man an den Händen erkennen. Man kann unter andere auch an den Händen erkennen, ob jemand raucht.

Ich bin der Meinung unsere Hände sind wichtig. Im Krankenhaus werden die Hände stark belastet und die Haut wird stark angegriffen. Daher muß vor allem Pflegepersonal seine Hände pflegen. Ich habe einen speziellen Pflegeplan bekommen als meine Hände sehr stark angegriffen waren und nach diesem Plan richte ich mich heute noch. Auf meinem Hautschutzpflegeplan wird mir empfohlen welche Einmalhandschuhe ich tragen soll, welche Hautschutzmaßnahme ich treffen sollte, welches Desinfektionsmittel und welche Seife ich nehmen kann und wie ich meine Hände pflege muß. Auf so einem Hautschutzplan steht was, wann, wie, womit die Hände gepflegt werden.

Ich habe einen speziellen Plan, der von der BGW zusammengestellt wurde, da ich an so vielen Allergien leide. Zum Hautschutz nehme ich Exipial Protect Creme. Als Handschuh bei der Arbeit trage ich Vinylhandschuhe. Bei längeren Tätigkeiten ziehe ich noch Baumwollhandschuhe unter die Vinylhandschuhe, damit es nicht so unter dem Vinyl schwitzt. Zur Händedesinfektion nehme ich Sterillium Pure und zum Hände waschen nehme ich Baktolan Pure. Da die Pflege nach dem Waschen das wichtigste ist, benutze ich dann Tannolact Fettsalbe. Die Händedesinfektion ist das Wichtigste. Waschen sollte man die Hände nicht zu oft, denn das Wasser reizt die Haut am meisten.

In jedem Krankenhaus oder in jeder Praxis sollte es eine Hautschutzplan geben. Dieser Plan ist wichtig und hilft euch sehr. Denkt dran nichts ist so wichtig, wie die Hände! Wenn die Hände kaputt sind, kann man kaum noch etwas schönes Unternehmen. Man kann z.B sein Kind nicht richtig an die Hand nehmen, weil die Hände schmerzen. Ich selbst habe meinen Sohn ganz lange nicht an die Hand nehmen können, weil die Stellen offen waren und immer genässt haben.

Im Jahr 2005 wurde ich daraufhin akut in die Asklepiosklinik Sylt eingewiesen. Die schnelle und professionelle Hilfe dort war der Wahnsinn! Für mich war dort das Schönste, dass mein Sohn mich an die Hand nahm und glücklich sagte: „Mama, toll ich kann dich endlich an die Hand nehmen“ und er strahlte mich an. Auf Sylt habe ich dann gelernt, wie ich trotz meiner Allergien meine Hände pflegen kann.  Trotz der Handpflege, des Einsatzes der oben genannten Cremes und Hilfen, schaffe ich es nicht, meine Hände so gut hinzubekommen, wie auf Sylt. Ich habe auch jetzt oft kaputte Finger und offenen Stellen an den Händen, aber ohne meine stetige Pflege wär es sicher noch viel schlimmer.

Ihr seht es lohnt sich die Hände zu pflegen, vor allem, wenn man so wie ich an Neurodermitis und vielen weiteren Allergien leidet.

Wenn der Sommer zur Qual wird

Pollen, Gräser, AllergieCreative Commons License photo credit: def110

Pollen, Gräser, Allergie

Viele Menschen freuen sich auf den Juli und August. Sommer, Urlaub, Ferien… Ich mich grundsätzlich auch, aber nur wenn ich am Strand sein kann. Am liebsten fahre ich nach Römö, in den Ort Lakolk. Zu Hause ist es für mich manchmal richtig grausam. Wenn es ganz schlimm ist, bleibe ich in meinem Haus, mache den Ventilator an und setze mich davor.

Zur Begründung: Ich habe Allergien gegen Gräser, Hafer, Roggen, Weizen und Gerste. Zusätzlich ist mein Problem eine Straße, die an unserem Haus vorbeiführt. Diese Straße benutzen die Landwirte um ihrer Ernte zu naheliegenden Silo zu bringen. Auch Mähdrescher fahren hier vorbei. Und gerade in der Ernte ist ist es ja zudem auch noch trocken. Diese Kombination aus Trockenheit und Allergenen in der Luft macht mir arg zu schaffen. So ist der Sommer für mich oft eine Qual, trotz allem bin ich viel auf meiner Terrasse oder bin bei meiner Freundin die auf einem Bauernhof lebt.

Ich muss halt immer meine Medikamente mitnehmen, auch meine Dosieraerosole/Asthmasprays habe ich dann immer dabei. Morgens nehme ich dann noch ein Antiallergikum ein, denn sonst geht es gar nichts.

Wichtig ist für mich, daß man abends vor dem zu Bett gehen duscht und auch möglichst seinen Mann/Frau oder Freund/Freundin duschen schickt, damit keine Pollen im Haar bleiben und die Nacht dann auch entsprechend erholsam ist. Als Tipp kann ich nur geben, daß man auch seine Bettwäsche nicht draußen trocknet, damitsich erst gar keine Pollen absetzen. Besser in den Trockner, auch wenn es etwas mehr Strom kostet. Das sollte einem die nächtliche Erholung dann schon wert sein.

Weiterhin ist auch das richtige Lüften wichtig. Wer, wie ich, auf dem Land lebt, sollte abends lüften, da morgens zwischen 4 Uhr und 6 Uhr der stärkste Pollenflug herrscht. In der Stadt sollte man hingegen morgens zwischen 6 Uhr und 8 Uhr lüften, da dort abends der stärkste Pollenflug herrscht.

Ich sehne mich bei warmen trockenen Wetter immer nach Regen und Gewitter. Dann stehe ich oft draußen und lasse die frische Luft und den Regen auf mich prasseln. Danach geht es mir besser! Natürlich freue ich mich dann auch wieder über die Sonne.

Noch eine kleine Anmerkung: Ich mag Landwirte. Sie können schließlich auch nichts für den Staub und die Pollen.