Stillen mit Allergien und Asthma

Für mich war es keine Frage, als mein Sohn auf die Welt kam: ich wollte stillen und nichts zu Füttern, trotz Allergien, Asthma und Neurodermitis bzw. gerade deswegen!

Das habe ich vom ersten Tag auch durchgezogen. Im Krankenhaus war es zuerst ein ganz schöner Kampf es durchzustehen und es durchzuziehen. In der Klinik machten sie einen ganz schönen Zirkus, weil mein Sohn nicht viel getrunken hat. Er wurde vorm Stillen gewogen und nach dem Stillen. Er nahm nicht zu. Irgendwann war es der einen Schwester zu wenig und sie meinte, nun müsse er mal Traubenzuckerlösung dazu bekommen. Als neue Mutter war ich nun schon ziemlich unsicher in all den neuen Dingen und stimmte zu.

Dann passierte etwas: sie gab meinem Sohn die Lösung und er fand das nun mal gar nicht gut und spuckte ihr den ganzen Kram über von oben bis unten übern den Kittel. Das Ergebnis: ich hatte Ruhe. Ich konnte meinem Sohn in aller Ruhe beibringen die Brust zu nehmen. Es kam keiner mehr auf die Idee, ihm was dazu zugeben. 🙂

Zu Hause hatte ich dann noch mehr Ruhe und Zeit. Keiner mischte sich mehr ein. Ich legte mir meine Zeiten zum Stillen fest. Mein Sohn schlief nach 6 Wochen das erste mal durch. Wir haben das auch fünfeinhalb Monate durchgezogen und mein Sohn schlief fast immer nachts schön durch.

Nach dieser Zeit hatte ich eines abends furchtbare Zahnschmerzen und wusste, daß der kleine Mann die nächsten 6 Stunden schläft. Also nahm ich eine Paracetamol Tablette. Leider war genau das in dieser Situation mein Fehler. Es dauerte kaum 20 Minuten als ich merkte, wie mein Mund dick wurde und so langsam alles taub wurde. Ich bin darauf zu meinem Mann. Zunächst rief er bei meinen Eltern an, die mich sehr genau kennen und daraufhin im Anschluß den diensthabenden Landarzt. Dieser, zum Glück war es mein Hausarzt, kannte natürlich meine Krankenate und meine Situation. Er war genauso schnell da wie mein Vater, der Unterschied war mein Vater wohnte 1km weit weg ,mein Hausarzt 8 km. Der Doktor spritze mir das lebensrettende Cortison und ein Antihistaminikum. Problematisch: Mit dieser Medikamenten-Kombination durfte ich nicht mehr stillen!

Für den nächsten morgen hatten wir vorgesorgt und noch eingefrorene Muttermilch. Zusätzlich hatte ich auch schon Hyperallergene Babynahrung gekauft. Die ganze Situation war sehr dramatisch. Das Kind kannte ja nur Mutterns warme Brust. Diesen Gummipropfen fand er gar nicht gut und machte folglich ordentlich Terror. Ich wünsche so eine Situation wirklich niemandem. Das waren wahnsinng besorgniserregende, harte drei Tage, aber wir haben alles überstanden. Der Hunger unsere kleinen Zwerges, war schließlich irgendwann größer als die Abneigung gegen die Flasche. Nach den drei Tagen konnte ich dann aber wieder stillen, da bis dahin das Medikament abgebaut war.

Ich glaube, dass ich doch solange gestillt habe – etwas über ein halbes Jahr – ist ein wesentlicher Grund dafür, dass mein Kind gesund ist. Er hat keine Allergien und zeigt auch sonst keine Auffälligkeiten in Richtung Neurodermitis oder Asthma – und das ist gut so!

Asthma und Allergien in der Schwangerschaft

Mit etwa 30 wurde ich schwanger. Natürlich freuten wir uns auf unseren Nachwuchs! Aber neben der Freude trugen wir auch immer die Angst in uns, unser Kind können genauso an Asthma, diversen Allergien und der Neurodermitis erkranken, wie ich selbst.

Aus diesem Grund ließ ich mich regelmäßig untersuchen, um frühzeitig informiert zu sein und Vorsorge treffen zu können. Neben dem Frauenarzt bin ich regelmäßig zu meinem Lungenfacharzt gegangen. Während einer Schwangerschaft möchte man ja so wenig Medikamente wie möglich nehmen – am liebsten nähmlich  gar keine. Mein Lungenfacharzt sagte mir, ich müsse meine Dosieraerosole weiter einnehmen. Dies war wichtig, um mich selbst nicht zu gefährden, Denn dies würde auch zu einer Gefährdung meine ungeborene Kindes führen. Gesagt – Getan. Der Doc dürckte dies so aus: Es ist schlimmer einen Anfall zu bekommen, das schade dem Kind viel mehr, wie der tägliche Hub des Asthma-Sprays. Das war für mich dann auch in Ordnung.

Da meine Schwangerschaft als Risiko-Schwangerschaft eingestuft war, musste ich am errechneten Geburtstermin ins Krankenhaus. Aufgrund der vielen Allergien haben die Ärzte sich fürchterlich angestellt und mischten sich in meine Asthma Medikation ein.

Irgendwann war ich schließlich so aufgeregt und verwirrt, wegen der ständigen Fragen zu meinem Asthma, daß ich meinen Lungenfacharzt anrief und ihm die Probleme schilderte. Dr. J. telefonierte daraufhin mit der Klinik und den behandelnden Ärzten. Er machte den Gynäkologen klar, daß sie mein Asthma in Ruhe lassen sollten und dafür sorgen sollten das das Kind gesund zur Welt kommt.

Endlich kümmerten die Ärzte sich nur noch um mein Kind. Die Geburt mußte dann schließlich eingeleitet werden. Mein Sohn kam völlig gesund zur Welt, die Medikamente haben meinem Sohn nicht geschadet. Inzwischen ist er 10 gesunde Jahre auf der Welt.

Herzlich Willkommen auf Blogallergie.de

Hallo!

Heute geht es endlich los! Ich starte, nachdem mein Mann vom Bloggen kaum los kommt, nun auch ein Blog. Wie ich rechts in der Sidebar bereits geschrieben habe, werde ich hier primär über meine Allergien, die Neurodermitis und das Atshma schreiben, unter denen ich seit Geburt leide.

Es ist sehr erstaunlich und wird mir oft nicht geglaubt aber ich bin schon immer „krank“. Im Krankenhaus haben die Ärzte meinen Eltern schon direkt bei meiner Geburt gesagt, dass etwas nicht stimmt. Damals vor etwas über 40 Jahren war man in der Diagnostik bei weitem noch nicht so weit, wie heute…

Das erste mal, dass bei mir Asthma als Erkrankung in den Krankenakten erscheint, ist 1970. Die meisten Dinge meiner Kindheit weiß ich nicht mehr. Ich kenne diese Dinge nur durch die Erzählungen meiner Eltern und Verwandten. Aber an eines erinnere ich mich genau: und das sind die vielen vielen Asthmaanfälle.

Meine Mutter erzählt oft, dass sie abends nicht wusste ob ich morgens noch lebe. Meine Eltern sind bis nach Mönchengladbach gereist um die Diagnose Asthma zu sichern. Schließlich landete ich bei einem super Doktor in Schleswig. Vielen Asthmatikern wird der Name Dr. J. noch etwas sagen. Ihm verdanke ich sehr viel.!

Mittlerweile bin ich 41 Jahre, obwohl mir vor langer Zeit von Ärzten prophezeit wurde, ich würde mit 20 im Rollstuhl sitzen. Dies, weil ich vor Luftnot angeblich nicht mehr laufen könne. Mittlerweile bin verheiratet und haben eine gesunden(!) Sohn.

Schon in Kürze, werde ich hier weiterschreiben. Bis dahin!

Frauke