Eine Silvesterfete 1992/1993

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Nach meiner Lehrzeit im St. Josefs Krankenhaus in Schweinfurt bin ich wieder nach Schleswig zurückgezogen. In der Zeit von 1989 bis zu dem Tag, wo ich meinen Mann kennengelernt habe, habe ich ziemlich viel erlebt.

In meiner Jugend und Kindheit gab es für mich nur Schwimmen und Segeln. Nach meiner Lehrzeit habe ich auch wieder mit dem Schwimmen begonnen und dazu kam dann Standart und Lateintanz. Durch dies Sportarten hatte ich einen sehr großen Freundes- und Bekanntenkreis. Dazu kam auch, dass ich nach meiner Lehre eine eigene Wohnung hatte. zude habe ich ein ziemlich gutes Verhältnis zu meine Eltern. Wenn sie damals nicht zu Hause waren, hatte ich  immer ein Haus zur Verfügung. Von den Freunden von damals sind immer noch 3 meine besten Freunde, die ich nicht missen möchte. Diese drei sind Carsten und Regina aus Hamburg und meine Schulfreundin Gudrun.

Mit diesen Dreien und noch einem Kumpel wollte ich ein ganz ruhiges Silvester feiern. Wir hatten wieder das Haus von meinen Eltern zur Verfügung. Den ganzen Tag haben wir vorbereitet und dann abends lecker Raclette gemacht. Im Laufe des Abends tauchten dann viele meiner Freunde auf und die Bude wurde immer voller. Rummelpottläufer kamen und gingen und der Alkohol floss in Strömen. Diese Party verselbstständigte sich und es tauchten viele lustige Menschen auf.

Glaubt mir einfach! Wir hatten viel Spaß. Irgendwann riefen wildfremde Menschen an, sie hätten gehört das bei mir Fete sei. Ich habe immer nur gesagt kommt vorbei bringt was zu trinken mit. Irgendeiner meiner Freunde hatte bei RSH angerufen und gesagt hier sei eine Party. Ich hab davon aber erst viel später erfahren.

Wir haben die ganze Nacht fröhlich und friedlich gefeiert. Einige Schnapsleichen waren im Haus verteilt aber wir hatten riesig Spaß. Ich glaube zu manchen Zeitpunkten in dieser Nacht waren 40-50 Leute im Haus. Es war total stark.

Einige wenige Dinge sind in der Nacht passiert. Hinterm Haus war damals noch eine Hecke, ein Knaller flog und brannte munter ab, aber explodierte nicht. Plötzlich brannte ein Teil des Zaunes, die Jungs nicht ganz doof, haben den Brand ausgepinkelt. Zwei Kristallgläser wurden auf ein gefrorenes Autodach gestellt und rutschen langsam zu Boden, sie zerbrachen in 1000 Teile. Carsten hatte ein furchtbar schlechtes Gewissen und kaufte meiner Mama später zwei Neue. Am schlimmsten war eigentlich der zerstörte Türrahmen des Badezimmers. Ich dachte der junge Mann der im Bad lag würde ersticken. Er hatte aber nur Liebeskummer. Die Tür wurde aufgebrochen und der Rahmen ging dabei zu Bruch. Wurde später flüchtig repariert und geklebt. Noch heute ist der Türrahmen geklebt. Diese Party ist auch heute noch immer Gespräch, wenn die alte Clique sich mal sieht oder wenn Carsten und ich in Erinnerung schwelgen. Noch heute lachen wir uns über diese Silvesternacht kaputt.

Am Neujahrsmorgen haben wir alle zusammen aufgeräumt und meine Eltern kamen am Mittag nach hause und alles war wieder ok. Mecker gab es nie. Hauptsache es war aufgräumt. Die Party wurde später zur Party des Jahres erklärt.

Creative Commons License photo credit: Brian J. McDermott

Die Goldene Hochzeit

Heute geht es mal um meine Familie, genauer gesagt um meine Eltern.

Meine Eltern feiern am 29. März ihre goldene Hochzeit. Sie sind seit 50 Jahren verheiratet. Wahnsinn! Oder?

Die beiden haben mich zu der Person gemacht, die ich heute bin. Sie haben immer zu mir gestanden und sind mit mir durch alle Höhen und Tiefen meines Lebens gegangen. Die beiden haben mich zu den besten Ärzten gebracht, wenn es mir schlecht ging, oder sie haben mich manchmal auch einfach nur festgehalten. Meine Eltern haben mir die Welt gezeigt und oft auch den richtigen Weg.

Heute sind sie nun also „50 Jahre“ verheiratet. Nicht viele Menschen schaffen das. Viele sterben auf dem Weg dahin, lassen sich scheiden oder trennen sich. Im Jahr 2004 sah es ganz auch bei meinen Eltern komplett anders aus. Meine Mutter erkrankte an Brustkrebs und wir alle dachten, dass sie es nicht übersteht.

Falsch gedacht! Meine Mutter schaffte es! Nicht nur durch ihren Lebensmut, genauer gesagt ihrem starken Lebenswillen, sondern mit Sicherheit auch durch die Liebe meines Vaters und der Familie. Der Zusammenhalt in meiner Familie ist sowieso sehr stark.

Die Beiden sind über 70 Jahre alt und stehen noch aktiv und mit beiden Beinen fest im Leben. Egal, ob es der Kirchenchor, der Männerchor Schaalby, der Sozialverband, die SPD oder ihr Feuerwehrmusikzug Schleswig ist, oder die vielen anderen Freizeitaktivitäten. Die beiden sind immer aktiv dabei. Noch heute gehen die Beiden zelten, oder paddeln mit dem Kanu über die Schlei! Ich bewundere die Beiden für ihr unendliches Engagement für alle Menschen, ob arm, reich, krank oder gesund. Wenn einer bei denen vor der Haustür steht und Hilfe braucht, sind sie sofort da, um zu unterstützen.

Ich habe noch 2 Brüder. Der eine hat 3 Kinder und der andere hat 4 Kinder. Im Laufe der Zeit wurde der beste Freund meines großen Bruders einfach mit aufgenommen. Er zählt seit dem fest mit zur Familie. Auch er hat 3 Kinder. An besonderen Tagen, wie diesem ist also immer richtig viel los.

Da ich direkt in der Nähe meiner Eltern wohne, bin ich in die Organisation des großen Festes voll mit eingeplant. Heute ist zwar nur der Empfang, aber auch hier unterstütze ich natürlich mit allen Kräften. Die große Fete findet dann Ostersonntag statt. Das wird eine riesen „Fete!“ Es sind 80 Leute eingeladen. Nach dem Gottesdienst wird mit Essen, DJ, viel guter Musik und ordentlich „Danz op de Deel“ dann hoffentlich ordentlich gefeiert. Ich freue mich sehr darauf, alle zu sehen und zu feiern, zu reden ,zu tanzen, zu weinen und viel zu Lachen.

Ich wünsche meinen Eltern auf diesem Wege alles, alles Gute! Danke, dass es euch gibt! Bleibt, wie ihr seid undvor allem lange gesund und fitt.

Ich hoffe auf noch viele große Feste mit meiner Familie.