Frohe Weihnachten 09

Ich wünsche allen meinen Lesern, Freunden, Bekannten ein wunderschönes Weihnachtsfest und besinnliche Feiertage. Vor allem meinen Kollegen im Krankenhaus, die heute und an anderen Feiertagen arbeiten müssen und natürlich auch all den vielen anderen Schichtdienstarbeitern, die nicht bei ihren Familien sein können.

Natürlich will ich auch meine tolle Familie nicht vergessen. Lasst euch nicht ärgern und esst nicht zu viel und genießt die freie Zeit!

Weihnachten im Krankenhaus

Teddybear am Tannennbaum

Heute gibt es mal eine Geschichte aus dem Krankenhausalltag. Das hat nun nichts mit meinen Allergien zu tun, aber ich muß es mal aufschreiben.

Alle Jahre wieder kurz vor Weihnachten taucht ein komisches Phänomen auf: Das Durchschnittsalter der Patienten steigt dramatisch an.

Auch in diesem Jahr zeigt sich dieses Phänomen wieder. Viele ältere Patienten tauchen auf. Ein Paar davon tauchen jedes Jahr wieder auf ,weil es ihnen gefällt, dass sie jemanden haben mit dem sie reden können. Unsere Pastoren tun in der Vorweihnachtszeit sehr viel für die Patienten. Da wird gesungen und gebastelt. Auch am Heiligabend findet ein Gottesdienst statt und danach sitzen sie alle gemeinsam in der Cafeteria und feiern das Weihnachtsfest. Auch die Küche gibt sich unendlich viel Mühe. Das ist sicherlich auch ein Punkt dafür das die alten Menschen ins Krankenhaus gehen. Wer kann sich von der mickrigen Rente denn heute noch einen Entenbraten leisten? Viele kommen freiwillig und genießen die Zeit mit den Zimmerkollegen.

Aber es gibt auch viele Patienten, die lieber bei ihren Familien zu hause wären. Doch die Angehörigen haben keine Zeit oder keinen Platz. Wo Oma oder Opa sitzen könnten, steht nämlilch allzu oft der Tannenbaum. Das kommt leider sehr häufig vor und dann landen die alten Herrschaften bei uns. Oft sind diese Patienten sehr krank und werden dann vor Kummer noch kränker, weil die Angehörigen nicht einmal für ein Stündchen auftauchen.

Vielleicht sollte man sich einfach in der Weihnachtszeit mal an die alten Menschen in der Familie erinnern. Sie nicht ins Krankenhaus bringen, sondern einfach mal nach hause zu sich holen und ihnen ein schönen Weihnachtstag machen. Das ist die beste Medizin.

Wir sollten alle mal an unsere Eltern, Tanten , Onkel, Brüder, Schwestern und an unsere Grosseltern denken und uns etwas Zeit nehmen. Mal hinfahren oder sie holen und ihnen ein unvergessenes Weihnachtsfest bereiten. Man darf nie vergessen, es könnte für einige in unseren Familien die letzte Weihnacht sein.

Trotzdem werde ich heute wieder zur Arbeit gehen, die Menschen trösten und so manchen alten Patienten in den Arm nehmen und ihm frohe Weihnachten wünschen.

Meine Eltern sind Weihnachten bei uns. Meine Schwiegereltern kommen dann mit der Uroma von meinem Sohnemann am 1. Weihnachtstag. Wir freuen uns auf schöne ruhige Tage.

Euch auch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest!

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